Gerätehaus

Die Geschichte unseres Gerätehauses ist schon alt. Die Freiwillige Feuerwehr Riedelbach übernahm 1956 eine Hälfte der alten Riedelbacher Dreschhalle, nachdem die Wehr 1955 mit einem neuen LF 8 ausgerüstet wurde. Mit der Stationierung eines LF 16 TS im Jahre 1963 wurde die gesamte Dreschhalle zum Feuerwehrhaus umfunktioniert.


Gerätehaus Riedelbach Januar 2003
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Dieses Gerätehaus wurde schon damals durch Eigeninitiative der Wehrmitglieder in einen einigermaßen "gerätehaus-ähnlichen Zustand" versetzt, der aber niemals den Anforderungen an ein wirkliches Gerätehaus gerecht wurde. Weitere, von Seiten der Gemeinde initiierte Umbaumaßnahmen sind nicht erfolgt, sieht man von einer Investition von ca. DM 4.200,- für einen Innenputz ab. Durch die aktuelle Situation des Gerätehauses, sind einige Probleme verbunden sind, die wir hier kurz darstellen wollen.




Gerätehaus Riedelbach Front
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Folgende Mängel förderten und fördern nicht gerade die Motivation der Jugendfeuerwehr oder Einsatzabteilung, sich in diesem Gerätehaus länger als unbedingt nötig aufzuhalten:

  • Keine sanitären Anlagen
  • Keine Beheizungsmöglichkeit
  • Keine Aufenthaltsmöglichkeiten (weder für Jugendfeuerwehr noch für Einsatzabteilung)
  • Keine Räumlichkeiten für Weiterbildungsangebote

Es handelt sich schlicht um eine Halle, in der die Fahrzeuge untergebracht sind. Und das leider mehr schlecht als recht. Das Gerätehaus ist aufgrund der dargestellten finanziellen Situation wirklich marode, was bereits 1999 bei einer TÜV-Abnahme durch die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums in Darmstadt bemängelt wurde.


Die Feuchtigkeit macht uns am meisten zu schaffen. Vor allem bei Wetterumschwüngen kommt es zu erheblicher Schwitzwasserbildung. Das hat zunächst zur Folge, dass die persönliche Schutzkleidung der Einsatzabteilung nicht im Gerätehaus vorgehalten werden kann. Schimmelbildung, Stockflecken an der teuren Einsatzkleidung sowie Rost am Sicherheitsgurt wären die Folge.
Das hört sich zunächst nicht sehr dramatisch an. Aber Fakt ist, dass man - egal, wo man in Riedelbach oder Umgebung gerade unterwegs ist - als Mitglied der Einsatzabteilung bei einer Alarmierung immer erst nach Hause muss, um sich umzuziehen. Dadurch gehen wertvolle Minuten verloren! Das kann die Weilroder Bevölkerung oder der in seinem Fahrzeug eingeklemmte Verunglückte nicht akzeptieren! Hier geht es um gerade diese wenigen Minuten!


Gerätehaus Riedelbach Rückansicht
Abgerissen wurde bereits der
baufällige Schlauchturm
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So sieht es bei uns zu Hause aus!
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Natürlich leiden auch das Gerät und insbesondere die Fahrzeuge unter diesen Verhältnissen. Unverständlich ist, warum hier der Kostenaufwand für Neubeschaffungen, frühzeitige Ersatzbeschaffung und Instandsetzung nicht in der Kalkulation der Verantwortlichen auftauchen. Ein Beispiel: Im September 2001 wurde der Freiwilligen Feuerwehr Riedelbach ein neues Einsatzfahrzeug (TSF-W) übergeben. Dieses Fahrzeug ist mit einem Löschwasservorrat von 750 Litern ausgestattet. Durch die marode Bausubstanz des Gerätehauses besteht die Gefahr, dass es in den Wintermonaten zu einem Einfrieren des Wassertanks kommt. Der Ausfall des Fahrzeuges sowie die dann notwendige Reparatur würden einen erheblichen Kostenaufwand bedeuten. Und die Effizienz der Riedelbacher Wehr wäre zusätzlich für einen Zeitraum X erheblich gemindert. Die Wirksamkeit der eingebauten Tankheizung ist bei sehr niedrigen Temperaturen noch nicht nachgewiesen. Bei zwei Einsätzen mussten wir das neue Fahrzeug bereits anschieben!


Ein weiterer Aspekt ist die oben angesprochene Motivation der Mitglieder. Dies gilt insbesondere für die Jugendfeuerwehr sowie die Einsatzabteilung. Da seitens des Feuerwehrvereins keine sinnvolle Umgebung für Aufenthalt und Weiterbildung angeboten werden kann, ist in Frage gestellt, wie die notwendige und wichtige Einsatzstärke und Jugendarbeit über Freiwillige auf Dauer aufrecht gehalten werden kann. Wir denken, dass die Mitgliederstatistik das schon erkennen lässt. Bei insgesamt steigenden Mitgliederzahlen im Feuerwehrverein hat die Stärke der Einsatzabteilung ebenso wie die der Jugendfeuerwehr in den letzten Jahren abgenommen. Werft einen Blick auf die Zahlen: Mitgliederstatistik.

Die Geschichte der Riedelbacher Feuerwehr belegt, dass neben einem hohen Ausbildungstand immer auch enormes Engagement der Mitglieder vorhanden war. Wir erinnern an dieser Stelle daran, dass von Riedelbach aus der erste "Spritzenverband" der Gemeinde gegründet wurde. Wir sind - selbstverständlich - auch heute bereit, entsprechenden Eigenanteil an einem neuen Gerätehaus zu leisten. Man muss uns eben nur die Chance dazu geben (siehe dazu auch den Bericht über die Aktivitäten zum Ochsenstallplatz).

Aus all diesen Gründen heraus gibt es bereits seit den 1980er Jahren Diskussionen über einen Gerätehausneubau in Riedelbach, die mal mehr und mal weniger Intensiv geführt wurden. Inzwischen ist beschlossen, dass der Neubau im Gewerbegebiet Ensternwiesen entsteht.

Nähere Infos zum Stand dieser Entwicklungen...

Presseberichte zum Thema:
Usinger Anzeiger vom 14.02.2002
Taunus Zeitung vom 07.02.2003
Usinger Anzeiger vom 26.06.2003
Taunus Zeitung vom 02.07.2003
Taunus Zeitung vom 24.07.2003
Taunus Zeitung vom 25.07.2003

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