Newsflash Weihnachtsfeier 2003

Riedelbach, 20.12.2003: Weihnachtsfeier 2003

Um 20:00 Uhr ging es wieder los. Die alljährliche Weihnachtsfeier der Feuerwehr Riedelbach konnte steigen. In bester Laune und auch ein wenig besinnlich strömten über 140 (!) Zuschauer in das Riedelbacher DGH. Dieses war proppevoll und konnte keinen weiteren Zuschauer mehr aufnehmen. Was dann geboten wurde, entschädigte allerdings für die Enge. Tolle Weihnachtsstimmung, gutes Essen, Mini-Playbackshow der Jugendfeuerwehr, Ehrungen von mitgliedern der Theatergruppe und erneut ein tolles Schauspiel:

Das schreibt die lokale Presse:

Quelle: Usinger Anzeiger 23.12.2003

Weder Gretel noch Sterntaler entzücken

Freiwillige Feuerwehr Riedelbach bietet im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier ein buntes Programm

Von Sabine Neugebauer

Riedelbach (sn). Zu einem Streifzug durch die Märchenwelt, der die Lachmuskeln des Publikums trainierte, lud am vergangenen Samstagabend die Freiwillige Feuerwehr Riedelbach im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier ein. Die Theatergruppe hatte wieder ihrer Kreativität freien Raum gealssen und seit Oktober an einer eigenwilligen Umsetzung der Märchengestalten gearbeitet.

Doch zu Beginn des Abends wurden alle etwa 140 Gäste bewirtet. Norbert Schneider hatte eine Auswahl von drei Gerichten vorbereitet, die von den Mitgliedern der Gymnastikgruppe „Feuer und Flamme“, die der Freiwilligen Feuerwehr angegliedert ist, verteilt wurden. Um auf die besinnliche Zeit einzustimmen, sangen alle gemeinsam, mit Unterstützung zahlreicher Mitglieder des Gesangsvereins und begleitet von Claudia Dienstbach auf dem Klavier, Weihnachtslieder.

„Das Weihnachtsgetue ist jetzt vorbei, nun gehen wir zum gemütlichen Teil des Abends über“ kündigte Manfred Nebenführ die Publikumsspiele an. Er bat die gesamte Jugendfeuerwehr auf die Bühne, wo sich die Jugendlichen in einen ovalen „Kreis“ aufstellen sollten, dicht hintereinander, um sich dann auf die Knie des Hintermanns zu setzen.

Weihnachtsfeier2003_JF (18K) Weihnachtsfeier2003_Theater (17K)



Als sie dann noch losmarschieren sollten, war das Gelächter groß. Bevor dann die Jugendfeuerwehr ihre Mini-Playback-Show startete, nahm Andreas Hennig die Ehrungen für die Theatergruppe vor, die seit 1986 besteht... da 1990 keine Weihnachtsfeier stattfand, wurden Peter Schafferhans und Lothar Wern für 17 Jahre Mitmachen geehrt. Heidrun Schafferhans ist schon seit 16 Jahren und ihre Schwester Ilona Heberling seit 15 jahren dabei. Für 12 Jahre Engagement in der Theatergruppe erhielten auch Uli Teuber und Otfried Mohr je eine Flasche Sekt.

Als dann der Vorhang erneut aufging, standen die „Minis“ auf der Bühne. Um noch kleiner zu erscheinen, traten alle Kinder auf Knien auf, mit den Füßen hinter einem weißen Tuch. Für die Jugendwartin Susanne Hennig hatten sich ihre Schützlinge noch etwas Besonderes ausgedacht. Zur Geburt ihrer Tochter gaben sie den „Babysitter-Boogie“ zum Besten, wobei viele Babies über die Bühne krabbelten.

Als Höhepunkt der Weihnachtsfeier wurde dann das Theaterstück „Schneemännchen und die sieben zwerge“ angekündigt. „Das erste mal stehen wir heute alle gemeinsam auf der Bühne, bei den Proben waren wir nie komplett“, erzählte Ilona Heberling von den Vorbereitungen des Stücks. Außerdem seien die nicht jugendfreien Stellen herausgeschnitten worden. So erzählt dann der gute Opa (Otfried Mohr) seiner Enkelin (Laura Mohr), auf die er eines Abends aufpassen soll, das Märchen. Und schon stapfen die sieben Zwerge hinter dem Vorhang hervor. Schneemännchen (Lothar Wern), der bei den Zwergen lebt und ihnen den Haushalt führt, ist traurig, weil er keine Frau hat. So beschließen die Zwerge auf die Suche nach einer passenden Frau zu gehen. Aschenputtel (Monika Habermann), das bezaubernde Sterntaler (Kati Simon), das stürmische Rotkäppchen (Uli Teuber), alle sind dem Schneemännchen nicht recht, so dass es vor Traurigkeit immer wieder anfängt zu schmelzen. Antje Mohr stürmt als „running gag“ mit Leiter und Kissen bewaffnet auf die Bühne, schüttelt den Schnee über dem Schneemännchen aus, so dass er sich wieder aufrichtet. Der Schnee häuft sich an, und so muss Frau Holle ihn wieder beseitigen, Schaufel, Besen und Schneeschieber reichen nicht, da kommt sie mit einem Gebläse an und pustet die ganzen Flocken aus Styropor ins Publikum.

Der Schneemann küsst inzwischen eine Frau nach der anderen, aber weder Gretel (Ilona Heberling) noch Rumpelstilzchen (Claudia Diehl) entlocken ihm Gefühle. Bei Hänsel (Heidrun Schafferhans) ist das schon etwas anders und als dann der „Gestiefelte Kater“ (Peter Schafferhans) mit einer Federboa um den hals ankommt, ist die Sache klar: Schneemännchen ist schwul! So kam auch dieses Jahr wieder das Publikum auf seine Kosten und hatte einen vergnüglichen Abend im Dorfgemeinschaftshaus.

© 2003 Usinger Anzeiger

Quelle: Taunus Zeitung, 29.12.2003

Ein Schneemann sucht sein Glück

Von Edith Höflinger

Riedelbach. Wenn Ortsvorsteher Otfried Mohr mit Nachtgewand und Zipfelmütze im Schaukelstuhl ruht und dazu Dr. Udo Wiedmann nicht im Ärztezentrum, sondern mit einem roten Kopftuch im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) fliegende Päckchen erhascht, dann, würde man denken, ist es bis Fasching nicht mehr weit. Genau genommen aber standen der Mediziner und der Ortsvorsteher bei der Weihnachtsfeier der Freiwilligen Feuerwehr auf der Bühne des Riedelbacher DGH. Vorsitzender Peter Schafferhans begrüßte zu dem knapp vierstündigen Programm zunächst die insgesamt 24 Kinder der Jugendfeuerwehr, die unter der Leitung von Susanne Hennig mit ihrer Mini-Playback-Show ein Augen- und Ohrenschmaus waren. Mit Vater Abraham und seinen Schlümpfen gaben sie als kleine Nikoläuse ein süßes Bild ab.

Und was wäre eine Weihnachtsfeier ohne Weihnachtslieder? Mit der musikalischen Unterstützung von Claudia Dienstbach am Klavier, stimmte schließlich der ganze Saal in "Stille Nacht" und "Oh du Fröhliche" ein. Dazwischen Publikumsspiele, die mit viel Bewegung und Amüsement von den Bühnenbrettern gerade mal so ausgehalten wurden, während sich die Gäste über Papp-Heiligenscheine und -Hühner, falsche Busen und Haartoupets köstlich amüsierten.

Doch damit nicht genug, hatte doch auch die Theatergruppe schon seit Anfang Oktober für das nach eigenen Ideen geschriebene Stück "Schneemännchen und die sieben Zwerge" geprobt. "Heidrun Schafferhans hat wie schon seit 16 Jahren die Handlung aufs Papier gebracht, Peter Schafferhans und Lothar Wern sind schon seit 17 Jahren dabei und Ilona Heberling lässt sich seit 15 Jahren von der Gruppe inspirieren", erzählten die fröhlichen Laiendarsteller. Knapp drei Jahre weniger seien "das Naturtalent" Uli Täuber sowie Otfried Mohr schon mit dabei.

Zu sehen war das Schauspiel um den immer wieder schmelzenden Schneemann (Lothar Wern), dem die bis zur Unkenntlichkeit bärtigen Zwerge zu einer Frau verhelfen wollten. "Heijo, heijo, wir sind vergnügt und froh; wir woll'n uns nach "ner Frau umsehn, heijo, heijo", so zogen die optimistischen Zwerge immer wieder an dem Großvater (Otfried Mohr) vorbei, der seiner Enkelin (Laura Mohr) die Geschichte erzählte und so manches erklären musste. Die Wichtel wichtelten dabei zwar stets ein mehr oder minder attraktives Aschenputtel oder Rotkäppchen herbei, doch die Richtige war für das wählerische Schneemännchen nie darunter. Frau Holle (Antje Mohr) schüttelte indes ständig neuen Schnee herunter, bis auch das Rumpelstilzchen, gespielt von Claudia Diehl, kein Glück hatte. Mit Hänsel (Heidrun Schafferhans) und Gretel (Ilona Heberling) endete schließlich die märchenhafte Theaterstunde. Ganz happy lagen sich nämlich Hänsel und der Schneemann am Ende in den Armen. Na, wer auf so etwas kommt, dem steht doch auch eine Ehrung zu.

Aktiv und nach dem Motto "Einer für alle, alle für einen" geht es im neuen Jahr weiter. Die Jahreshauptversammlung im DGH steht am 30. Januar im Vereinskalender. Den 25. und 26. September kommenden Jahres haben die Brandbekämpfer schon jetzt für die große Jubiläumsveranstaltung reserviert: 70 Jahre Feuerwehr und 20 Jahre Jugendfeuerwehr sollen dann gefeiert werden.

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